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Der Nichtmehrraucher


Ein Raucher, das ist wohl bekannt,
der raucht g e r n für sein Vaterland,
das die Steuern dringend braucht.
Der Menschenfreund, er raucht und raucht!

Der Nichtraucher ist eine Art
der, mit Unverständnis und Ekel gepaart,
zum Teufel wünscht die Luftverpester;
doch aufsucht, diese Räuchernester,
um sein Missfallen zu bekunden.
Anschließend leckt er seine Wunden.

Die 3. Art, die Anzahl steigt,
ist die, die wahre Größe zeigt.
Die "Nichtmehrraucher, d i e Elite.
Sich selber loben, ist da Sitte;
"Welch starker Wille, welche Kraft,
das Rauchen aufhör`n, s`ist geschafft!"

Noch stärker ist`s, nicht übertrieben,
sagen zu können : "Ich bin es geblieben!"


©Siegfried Kornek




Der Veganer


Auf den Feldern, auf den Wiesen,
Kräuter, Gras und Blumen sprießen.
Tiere freuen sich aufs Futter,
wunderschön, alles in Butter.
Doch da kommt ein Konkurrent.
Die Ziege ihn als Mensch erkennt,
der breit sich macht und alles nimmt.
Die Tierwelt ist nun sehr verstimmt,
ob solcher Futterreduktion.
Der Schneckenmann: "Das kenn ich schon".
und betätigt sich als Mahner:

"Behüt mich Gott vor dem Veganer!"


© Siegfried Kornek




Wer ist weiser ?


Ein "Schlaumax" und ein "Allesweiss",
wollten erringen einen Preis,
wer nun von Beiden weiser sei.
Da kam Herr Philosoph vorbei
und hört`die zwei laut streiten.
Schon trat er zu den Beiden.
Er fragt: "Was ist des Streites Grund?"
So tun sie ihre Meinung kund.

Herr Philosoph nun überlegt, ob e r nicht weiser wäre.
Doch Ihm, der doch die Menschen kennt, gebühre diese Ehre.
So stritten sie sich stundenlang und keiner gab auch nach.
Mal nachzugeben, Klüg`rer sein, verstanden sie als Schmach.
Die andren Leute baten nun, vergeblich sie um Ruh.
Doch jeder von den Dreien schrie: Mir steht die Ehre zu!

Da kam ein grober Klotz vorbei
und schlug sie nieder - alle drei.


© Siegfried Kornek




Masochist und Sadist?


Der Masochist, den Schmerz er liebt.
auch devot sich gerne gibt,
für Schläge dann auch herzlich dankt.
So mancher denkt, "im Hirn erkrankt",
muss doch ganz sicher einer sein.
Ein andrer meint "Du armes Schwein!"
Doch den Gescholt`nen juckt es nicht.
Er mag es ja - zu sein - ein Wicht!

Ein Sadist liebt`s zu vertrimmen.
Das Opfer muss in Tränen schwimmen.
Zu peitschen macht ihn immer heißer.
Dass das wehtut? - Ja das weiß er.
Und hört er auf, ist das dann Gnade?
Ist dieses Machtspiel, auch nicht fade?
Nun, zu den Rollen braucht man zwei.
Sonst ist das Spielchen gleich vorbei.

©Siegfried Kornek




Der Fußballer  audiolink fussball


Ein Mensch würd gerne Fußball schauen
und gäb` s nicht das Geschlecht der Frauen,
dann wär das Ganze kein Problem,
weil darum ... deshalb ... außerdem ...

Die Frau versteht nicht Mannes Nöte.
Es steigt beim Menschen Zornesröte,
dann ins Gesicht und immer schneller,
geht seine Laune in den Keller.

Die Frau indes versteht ihn nicht.
Gibt Argumenten kein Gewicht.
Der Umgangston wird immer rauher.
Beide sind nun richtig sauer.
Die Flammen lodern in den Blicken.
Geht es jetzt noch ums Bälle kicken ?
Wer gibt nun nach, ist der Gescheite.

Wenn sie sich lieben, sind es beide.


©Siegfried Kornek

 

 

 

 

Althergebrachter Respekt ?


Ein Mann mit Namen Tunichtgut,
zog vor dem Pfarrer nicht den Hut.
Das - erbost den Gottesmann,
der so etwas nicht leiden kann
und stellt ihn gleich zur Rede:
Wenn das ein jeder täte?
Er sei eine Respektsperson!
Der And`re meint, das kenn ich schon
und lässt den Kirchendiener stehen.
Danach noch Monate vergehen,
da treffen wieder sich die Beiden.
Sie können besser sich nicht leiden.
Der Eine fordert den Respekt,
den er so gern vom Andren hätt`.

Doch-

den muss man sich verdienen auch.
Ein Titel? - Nun das war der Brauch,
k a n n Preis für größ`re Leistung sein.
Doch kann dahinter auch nur Schein,
nur Selbstdarstellung stecken.
Die findet man in allen Ecken.
Der Respekt bei Jungen, Alten,
erfordert vorbildlich Verhalten.
Nicht der Beruf nur die Person
erwirbt durch Leistung - nicht durch "von"
und andre Titel sich Respekt.
Da ist schon mancher angeeckt.

Respekt, den muss man sich erwerben,
nicht käuflich und nicht zu ererben.

Gib dem Anseh`n ein Gesicht.
Nur einzufordern, das geht nicht!


©Siegfried Kornek

 

 






 

 

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